Der Begriff “Game Changer” bedeutet wörtlich übersetzt “Spielveränderer”. In einem Unternehmen wird er angewendet, wenn eine Person einen großen Einfluss auf andere Menschen oder einen bestimmten Sachverhalt ausüben kann. Alternativ wird dieser Begriff auch verändert, wenn ein Unternehmen ein Produkt auf den Markt bringt, das das Marktverhalten der Konsumenten zum Vorteil des Unternehmens verändert.
In diesem Abschnitt erfährst du, was sich hinter einem Game Changer verbirgt. Wir zeigen dir, wo sich der Begriff “Game Changer” auf Menschen, Situationen und Gegenstände anwenden lässt und wie er das Verhalten der Nachfrageseite auf einem Markt beeinflussen kann. Damit du deine Kenntnisse zum Game Changer festigen kannst, beantwortest du nach der Lektüre des Beitrags einige Übungsfragen.
Deutsch: Spielveränderer
Was solltest du über einen Game Changer wissen?
Als Game Changer bezeichnet man allgemein eine Person, die ein Spiel ändern kann. Dies ist in einem Unternehmen ebenso möglich wie beim Sport.
Damit ein Mitarbeiter sich zu einem “Game Changer” entwickeln kann, sollten die folgenden Grundvoraussetzungen erfüllt sein:
- Der Mitarbeiter muss mit der Organisation des Unternehmens vertraut sein.
- Er muss das Geschäftsmodell verstehen und einen kreativen Kopf haben.
- Zu den Informationen, die er besitzen muss, gehören die finanziellen Möglichkeiten des Unternehmens.
Der Begriff “Game Changer” muss sich aber nicht zwingend auf eine andere Person beziehen. Ein Game Changer kann auch eine Situation ändern oder auf einen Gegenstand einwirken. Dieses wird z. B. bei einem Unternehmen deutlich, wenn dieses die Eigenschaften hat, die sich die Kunden wünschen.
Ein “Game Changer” hilft nicht nur einem einzelnen Unternehmen. Bestenfalls können sich hierdurch Branchen oder ganze Märkte verändern. Mit der passenden Strategie werden Gewohnheiten aufgebrochen. Die Anwendung alter Standards ist überholt, weil neue technologische Errungenschaften dem Unternehmen einen größeren Erfolg bescheren. Die Veränderung einer kompletten Volkswirtschaft ist dagegen noch nicht mit einem “Game Changer” möglich.
Wo wird der Begriff “Game Changer” angewendet?
Der Begriff “Game Changer” lässt sich anwenden auf:
- Menschen
- Gegenstände
- Situationen

Menschen
Die Mitarbeiterin eines Projektteams ist ein kreativer Kopf. Mit ihren Ideen bringt sie immer etwas Positives hervor.
Im Sport kennt man den “Game Changer” ebenfalls. Hierbei handelt es sich um eine Person, die ein Spiel zugunsten der eigenen Mannschaft entscheiden kann. So ist der Stürmer einer Fußballmannschaft dafür bekannt, dass er mit einem Tor in den letzten Minuten den Sieg herbeiführt.
Gegenstände
Die morgendliche Müdigkeit im Büro verschwindet mit der täglichen Tasse Kaffee. Diese erweist sich für die Mitarbeiter und den Chef als “Game Changer”.
Situationen
Ein Unternehmer gibt seinen Mitarbeitern am Nachmittag frei, weil die Temperaturen unerträglich hoch sind. Für die Mitarbeiter erweist sich in diesem Fall die Sonne als “Game Changer”.
Wie kann ein “Game Changer” das Marktverhalten der Nachfrageseite beeinflussen?
Die Volkswirtschaft eines Landes besteht aus vielen verschiedenen Märkten. Auf jedem Markt bestimmt der Preis sich über das Zusammenspiel von Angebot und Nachfrage. Ist das Angebot für die Konsumenten interessant, steigt die Nachfrage. Dies ist in der Regel der Fall, wenn die Produkte und Dienstleistungen zu einem Preis angeboten werden, der für die Käufer akzeptabel ist.
Entschließen sich die Unternehmen – z. B. wegen eines Anstiegs der Kosten auf dem Rohstoffmarkt – dazu, ihre Preise anzuheben, geht die Nachfrage zurück. Die Konsumenten sind nicht mehr bereit, die Ware zu dem erhöhten Preis zu kaufen. Dies kann sich aber dadurch ändern, dass das Unternehmen einen “Game Changer” auf den Markt bringt. Mithilfe dieses “Game Changers” kann das bekannte Marktverhalten durcheinandergebracht werden. Das Unternehmen hat ein Produkt oder eine Dienstleistung auf den Markt gebracht. Dieses Angebot nutzt den Kunden. Weil sie ihre Bedürfnisse und Wünsche erfüllt sehen, steigt die Nachfrage wieder an. Auf diese Weise kann ein Unternehmen den “Game Changer” zu seinem Vorteil nutzen.
Übungsfragen
#1. Welche Bedeutung kann ein Game Changer für ein Unternehmen haben?
#2. Was muss ein “Game Changer” in einem Unternehmen nicht haben?
#3. Was lässt sich nicht mit einem Game Changer verändern?
#4. Worauf kann ein “Game Changer” nicht einwirken?
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