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Telearbeit

Enthält: Beispiele · Definition · Grafiken · Übungsfragen

Die Telearbeit bezieht sich auf alle beruflichen Maßnahmen, die außerhalb der Sphäre eines Unternehmens eingeleitet werden. Dies bedeutet, dass ein Arbeitnehmer z. B. in einem häuslichen Arbeitszimmer für seinen Chef tätig wird. Telearbeit heißt aber auch, dass der Mitarbeiter von unterwegs für sein Unternehmen tätig wird. Damit dies funktioniert, sind diverse Voraussetzungen zu erfüllen.

In diesem Beitrag stellen wir dir die Telearbeit vor. Du erfährst, was sich dahinter verbirgt und welche Formen der Telearbeit in den Unternehmen unterschieden werden. Nachdem wir die Vor- und Nachteile gegenübergestellt haben, klären wir ab, welche Voraussetzungen innerhalb und außerhalb des Unternehmens erfüllt sein müssen. Damit du deinen Wissensstand zur Telearbeit weiter ausbauen kannst, beantwortest du nach diesem Text einige Übungsfragen.

Englisch: telework

Inhalt dieser Lektion

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  • Was solltest du über die Telearbeit wissen?
  • Welche Formen der Telearbeit gibt es?
    • Alternierende Telearbeit
    • Teleheimarbeit
    • Mobile Telearbeit
  • Welche Vor- und Nachteile sind mit der Telearbeit verbunden?
  • Telearbeit im Büro: Welche Voraussetzungen sollten erfüllt sein?
  • Übungsfragen
  • Ergebnisse

Was solltest du über die Telearbeit wissen?

Der Begriff »Telearbeit« ist gesetzlich definiert. Nach § 2 Absatz 7 ArbStättV (Arbeitsstättenverordnung) handelt es sich hierbei um fest eingerichtete Bildschirmarbeitsplätze. Kennzeichnend ist, dass diese Arbeitsplätze sich nicht innerhalb des Unternehmens befinden. Sie werden vom Unternehmen im privaten Bereich eines Beschäftigten eingerichtet. Dabei ist die Telearbeit im häuslichen Umfeld von der mobilen Telearbeit abzugrenzen.

Telearbeit im häuslichen Umfeld bedeutet z. B., dass der Mitarbeiter eines Unternehmens in seinem häuslichen Arbeitszimmer am Bildschirm arbeitet. Diese Tätigkeit kann auch als Heimarbeit bezeichnet werden. Die wöchentliche Arbeitszeit wird hier genauso festgelegt wie die Dauer der betrieblichen Einrichtung in der privaten Umgebung eines Arbeitnehmers. Von Telearbeit kann hier aber erst gesprochen werden, wenn die Bedingungen für die Tätigkeit arbeitsvertraglich geregelt sind.

Die im häuslichen Umfeld verrichtete Telearbeit wird auch als Telearbeit im engeren Sinn ausgelegt. Von dieser grenzt sich die »mobile Telearbeit« ab. Hierzu gibt es derzeit noch keine gesetzliche Definition.

Bei dieser Form der Telearbeit steht auch die Kommunikation zwischen dem Arbeitnehmer und dem Arbeitgeber im Fokus. Allerdings befindet sich der Arbeitnehmer nicht an einem festen Arbeitsplatz in seinem häuslichen Umfeld. Er ist z. B. als Reporter oder Handelsvertreter für sein Unternehmen tätig.

Welche Formen der Telearbeit gibt es?

Bei der Telearbeit können die drei folgenden Formen unterschieden werden:

  • Alternierende Telearbeit
  • Teleheimarbeit
  • Mobile Telearbeit

Alternierende Telearbeit

Die alternierende Telearbeit zeichnet sich dadurch aus, dass der Mitarbeiter nur einen Teil der Arbeit in seinem privaten Umfeld für das Unternehmen erledigt. Die restliche Arbeitszeit wird in dem Unternehmen selbst abgeleistet. Voraussetzung hierfür ist, dass dem Arbeitnehmer auch innerhalb des Unternehmens ein Arbeitsplatz zur Verfügung gestellt wird. Außerdem sollte zwischen ihm und dem Chef fest vereinbart sein, zu welchen Zeiten die Arbeit im Büro ausgeführt werden soll.

Für den Arbeitnehmer ergibt sich bei dieser Form der Telearbeit der Vorteil, dass er von einer stärkeren sozialen Bindung zu seinen Kollegen profitiert.

Beispiel
Ein Steuerfachangestellter nutzt für sich die alternierende Telearbeit. An drei Tagen in der Woche arbeitet er von zu Hause aus. Für den Austausch mit seinen Kollegen nutzt er ein unternehmensinternes Kommunikationssystem. Donnerstags und freitags ist er im Büro tätig. An diesen Tagen nimmt der Steuerfachangestellte z. B. Termine mit den Mandanten wahr.

Von der Arbeit im Home-Office grenzt sich die alternierende Tätigkeit ab, weil hier nicht die Regelungen der Arbeitsstättenverordnung anwendbar sind. Die Regelungen im Home-Office können daher lockerer gehandhabt werden als bei der Telearbeit.

Teleheimarbeit

Bei der Teleheimarbeit muss zwischen dem Unternehmer und der für ihn tätig werdenden Person nicht zwingend ein festes Arbeitsverhältnis bestehen. So kann der Beschäftigte auch als Freelancer für ihn tätig sein. Für den Unternehmer bedeutet dies, dass er keine Sozialversicherungsbeiträge und keine Lohnsteuer abzuführen braucht. Ein Freelancer arbeitet in der Regel auf Rechnungsbasis. Alternativ rechnet das Unternehmen die Leistungen mit einer Gutschrift ab. Für die Versteuerung ist der Freelancer selbst verantwortlich.

Mobile Telearbeit

Die mobile Telearbeit wird in der Regel von einem Außendienstmitarbeiter erledigt. Dieser Außendienstmitarbeiter hat weder in dem Unternehmen noch in seiner Wohnung einen Arbeitsplatz. Er wird ausschließlich für seinen Arbeitgeber tätig, wenn er unterwegs ist.

Diese Art der Telearbeit wird z. B. ausgeübt von:

  • Handelsvertretern
  • Reportern
  • Beratern

Welche Vor- und Nachteile sind mit der Telearbeit verbunden?

Die Telearbeit ist für Arbeitgeber und Arbeitnehmer mit den folgenden Vor- und Nachteilen verbunden:

Vorteile:

  • Der Arbeitgeber profitiert davon, dass er sich mit seinem Angebot für neue Bewerber attraktiver macht.
  • Die Mitarbeiterbindung steigt, weil das Arbeiten in den eigenen vier Wänden von vielen Mitarbeitern als ein zusätzlicher Benefit angesehen wird.
  • Ein Arbeitnehmer kann seinen Arbeitstag flexibler gestalten. So profitiert er von einer besseren Work-Life-Balance.
  • Führt die Telearbeit zu einer Steigerung der Mitarbeitermotivation, kann ein Unternehmen seine Produktivität steigern.
Nachteile:

  • Telearbeit eignet sich nicht für Tätigkeiten, die im Büro erledigt werden können.
  • Der Informationsfluss könnte leiden. Dies bringt auch Nachteile in dem Kontakt mit den Kunden.
  • Für die Telearbeit ist nicht jeder Mitarbeiter geeignet.
  • Ein Mitarbeiter kann keine soziale Bindung zu seinen Kollegen aufbauen.
  • Dem Arbeitgeber stehen weniger Möglichkeiten zur Verfügung, um den Arbeitnehmer zu kontrollieren.

Telearbeit im Büro: Welche Voraussetzungen sollten erfüllt sein?

Soll ein Beschäftigter per Telearbeit für das Unternehmen tätig sein, muss das Unternehmen die folgenden Vorkehrungen treffen:

  • Die Kommunikationswege müssen aufgerüstet werden. So kann der Informationsfluss zwischen den Mitarbeitern im Büro und dem Telearbeiter z. B. durch Chats oder ein internes Kommunikationssystem unterstützt werden.
  • Die Kosten für die Ausstattung des Telearbeitsplatzes werden vom Arbeitgeber übernommen. Der Arbeitnehmer muss lediglich den Arbeitsplatz zur Verfügung stellen.
  • Arbeitsrechtliche Bedingungen, die sich auf den Arbeitsschutz, die Arbeitszeit und den Datenschutz beziehen, müssen eingehalten werden.

Übungsfragen

 

#1. Was ist nicht mit Telearbeit gemeint?

#2. Was zählt nicht zu den Voraussetzungen für die Telearbeit im häuslichen Umfeld?

#3. Wodurch grenzt sich die Telearbeit im häuslichen Umfeld von der Tätigkeit im Home-Office ab?

#4. Was ist kein Nachteil der Telearbeit?

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Häufig gestellte Fragen zur Telearbeit

Telearbeit bedeutet, dass ein Mitarbeiter nicht in dem Betrieb des Unternehmens tätig wird. Er arbeitet selbstständig. Sein Arbeitsplatz befindet sich in seinem privaten Umfeld. Eine Ausnahme hiervon bildet das mobile Arbeiten. Hier wird der Beschäftigte nur tätig, wenn er unterwegs ist.

Zwischen der Telearbeit in den eigenen vier Wänden und der Tätigkeit im Home-Office gibt es nur einen entscheidenden Nachteil. Denn die Arbeit im Home-Office ist gesetzlich nicht definiert. Bei einer Vereinbarung von Telearbeit müssen der Arbeitgeber und sein Mitarbeiter sich an die Vorgaben der Arbeitsstättenverordnung halten.

Die alternierende Telearbeit grenzt sich von der Teleheimarbeit ab, weil der Beschäftigte hier einen Teil der Arbeitszeit im Büro absolviert. Die Teleheimarbeit kennzeichnet sich dadurch, dass der Mitarbeiter nur von seiner Wohnung aus tätig wird.

Anders als z. B. in den Niederlanden kann ein Arbeitnehmer in Deutschland kein Recht auf Telearbeit gegen seinen Vorgesetzten durchsetzen. Dies bedeutet, dass der Beschäftigte eines Unternehmens nicht verlangen kann, dass er von seinem Unternehmen in den eigenen vier Wänden eingesetzt wird.

Auf der anderen Seite kann ein Arbeitgeber auch nicht festlegen, dass sein Mitarbeiter zukünftig nur noch für ihn über Telearbeit tätig wird. Hierzu bedarf es ebenso der Zustimmung des Arbeitnehmers.

Soll ein Arbeitnehmer von zu Hause aus für das Unternehmen tätig sein, ist der Arbeitgeber für die Einrichtung des Arbeitsplatzes verantwortlich. Dies ist in der Arbeitsstättenverordnung explizit geregelt. Der Arbeitgeber kann von seinem Mitarbeiter nicht verlangen, dass dieser die Kosten der Einrichtung eines Telearbeitsplatzes übernimmt.

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