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Trade off

Enthält: Beispiele · Definition · Grafiken · Übungsfragen

Ein Trade off deutet darauf hin, dass zwei Ziele in einem Konflikt miteinander stehen. Besonders wichtig ist dies, wenn ein Trade off sich auf zwei Unternehmensziele bezieht. Die Ziele konkurrieren miteinander. Dieser Zielkonflikt lässt sich in der Regel nur lösen, wenn eines der beiden Ziele aufgegeben wird.

In diesem Text behandeln wir das Thema “Trade off”. Wir erklären dir, was sich hinter einem Trade off verbirgt und welche Zielbeziehungen für ein Unternehmen besonders relevant sind. Nachdem du weißt, was das Gegenteil von einem Trade off ist, zeigen wir dir abschließend, welche Bedeutung ein Zielkonflikt in der Volkswirtschaftslehre hat. Um deinen Wissensstand zum Thema Trade off zu vervollständigen, kannst du nach diesem Beitrag einige Übungsfragen beantworten.

Deutsch: Zielkonflikt

Inhalt dieser Lektion

Toggle
  • Was solltest du über einen Trade off wissen?
  • Welche Zielbeziehungen spielen in einem Unternehmen eine Rolle?
    • Komplementäre Ziele
    • Konkurrierende Ziele
    • Indifferente Ziele
  • Zielharmonie: Das Gegenteil von einem Trade off
  • Trade off in der Volkswirtschaftslehre
  • Übungsfragen
  • Ergebnisse

Was solltest du über einen Trade off wissen?

Der Begriff “Trade off” kann mit einem Zielkonflikt gleichgesetzt werden. Dieser ist für die Betriebswirtschaftslehre und die Volkswirtschaftslehre in gleichem Maß von Bedeutung.

In der Betriebswirtschaftslehre ergibt sich der Trade off häufig zwischen der Produktqualität und der Höhe der Produktionskosten. Denn bei dem gleichzeitigen Verfolgen beider Ziele kann sich ein Konflikt ergeben.

Beispiel
Nach einer Marktumfrage möchte ein Unternehmen eine Produktinnovation auf den Markt bringen. Mit der verbesserten Qualität der Produkte soll der Umsatz gesteigert werden. Nachhaltig geht es dem Unternehmen darum, den Gewinn zu maximieren. Dies setzt voraus, dass mehr Kapital in die Entwicklung und den Produktionsprozess investiert wird. Hierbei ergibt sich ein Trade off zu dem Ziel, den Gewinn zu maximieren.

In der Volkswirtschaftslehre wird der Trade off im Zusammenhang mit den Zielen des “Magischen Vierecks” genannt. Hier entsteht bei einigen Zielen ein Zielkonflikt. Die Verfolgung anderer Ziele können jedoch gleichzeitig erreicht werden.

Welche Zielbeziehungen spielen in einem Unternehmen eine Rolle?

In einem Unternehmen kommt es zu den folgenden Zielbeziehungen:

  • Komplementäre Ziele
  • Konkurrierende Ziele
  • Indifferente Ziele
Trade Off
Trade Off

Komplementäre Ziele

Verhalten sich zwei Ziele komplementär zueinander, kann kein Trade off entstehen. Im besten Fall ergänzen sich die Ziele, die ein Unternehmen gleichzeitig verfolgt. Sie schließen einander nicht aus und stehen in einer idealen Beziehung zueinander.

Beispiel: Komplementäre Ziele
Ein Unternehmen möchte den Umsatz erhöhen und gleichzeitig die Zufriedenheit der Kunden steigern. Dies funktioniert, indem die Bedürfnisse und Wünsche analysiert werden. Geht das Unternehmen auf die Anregungen der Kunden ein, sind sie zufriedener. Hiermit steigt auch die Bereitschaft zum Kauf. Dadurch erhöht sich der Umsatz.

Konkurrierende Ziele

Konkurrierende Ziele schließen sich gegenseitig aus. Hier kommt es zu einem Trade off, dem ein Unternehmen nur durch die Ergreifung von Gegenmaßnahmen begegnen kann. Dies hat nicht selten zur Folge, dass eines der beiden Ziele nicht weiterverfolgt werden kann.

Indifferente Ziele

Indifferente Ziele beeinflussen einander nicht. Deshalb braucht das Unternehmen bei der Festlegung nicht darauf zu achten, dass sie in einem harmonischen Verhältnis zueinander stehen. Trotzdem steht auch hier im Blickpunkt des Unternehmens, dass auch hier nicht zu viel Zeit und zu viele Ressourcen verwendet werden. Diese könnten für die Erreichung weiterer Vorgaben fehlen.

Zielharmonie: Das Gegenteil von einem Trade off

Zielharmonie bedeutet, dass das Erreichen eines Ziels mit der positiven Auswirkung für die Erreichung eines anderen Ziels verbunden ist. Weil ein Unternehmen hiermit seine Wirtschaftlichkeit gewährleisten kann, wird auf die Harmonie zwischen den Zielen ein besonderer Wert gelegt.

Die Zielharmonie ist aber auch von Bedeutung für die Volkswirtschaftslehre. Im Zusammenhang mit den Zielen des “Magischen Vierecks” ergibt sie sich z. B. bei den Zielen, einen hohen Beschäftigungsstand und ein wachsendes Wirtschaftswachstum zu erreichen. Der hohe Beschäftigungsstand erhöht das verfügbare Einkommen der Nachfrager. Dies führt dazu, dass mehr Geld für den Konsum ausgegeben wird. Die Steigerung der Umsätze löst ein wachsendes Wirtschaftswachstum aus.

Trade off in der Volkswirtschaftslehre

Der Trade off ist nicht nur für die innerbetriebliche Organisation eines Unternehmens von Bedeutung. Er nimmt auch in der Volkswirtschaftslehre einen großen Stellenwert ein. Auch hier kann der Trade off mit einem Zielkonflikt gleichgesetzt werden. Dieser ergibt sich, wenn die wirtschaftspolitischen Ziele des “Magischen Vierecks” nicht gleichzeitig erfüllt werden können.

Zu den Zielen des “Magischen Vierecks” gehören beispielsweise die Geldwertstabilität und die Vollbeschäftigung. Beide Ziele lassen sich allerdings nur schwer miteinander vereinbaren, weil ein Plus bei den Personaleinstellungen zu einer Inflation führen kann. Hierdurch ist es dem Staat unmöglich, weiter die Stabilität des Geldwertes zu gewährleisten. Der Trade off zeigt sich hier durch das Verhältnis der Arbeitslosigkeit zur Inflation.

Übungsfragen

 

#1. Was bedeutet Trade off in der Wirtschaftslehre?

#2. In welchem Fall ergibt sich ein Trade off?

#3. Zu welcher Gruppe von Zielbeziehungen rechnet der Trade off?

#4. Warum hat der Trade off auch Bedeutung für die Volkswirtschaftslehre?

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Häufig gestellte Fragen zum Trade Off

Das Verfolgen bestimmter Unternehmensziele ist für ein Unternehmen von elementarer Bedeutung. Denn nur so kann es in der innerbetrieblichen Organisation die notwendige Wirtschaftlichkeit gewährleisten.

Zu den wichtigsten Unternehmenszielen gehören die Maximierung des Gewinns, die Erhöhung eines Marktanteils und die Gewinnung neuer Kunden. Ein Trade off wirkt sich negativ auf die Wirtschaftlichkeit eines Unternehmens aus. Hier stehen zwei Ziele in einem Konflikt miteinander. Schafft das Unternehmen es nicht, einen Trade off zu eliminieren, ist die Liquidität in Gefahr. Ein Trade off entsteht z. B., wenn das Unternehmen zwei gegenseitige Ziele verfolgt. Dies ist z. B. der Fall, wenn das Unternehmen ein dem neuesten Standard entsprechendes Produkt entwickelt, und gleichzeitig Entwicklungskosten einsparen möchte.

In einem Unternehmen können neben komplementären Zielbeziehungen auch solche auftauchen, die du als konkurrierend oder als indifferent bezeichnen kannst.

Komplementäre Ziele ergänzen sich. Für ein Unternehmen bedeutet dies, dass sie in einer idealen Beziehung zueinander stehen. Konkurrierende Ziele stehen in einem Widerspruch zueinander. Eines dieser Ziele kann nur erreicht werden, wenn das andere Ziel komplett aufgegeben wird.

Indifferente Ziele stehen in keiner Beziehung zueinander. Demnach muss ein Unternehmen keine Präferenz festlegen, um sie zu erreichen.

Bei einem Trade off ist für das Unternehmen besondere Vorsicht geboten, wenn der Zielkonflikt ein entscheidendes Ziel beeinflusst. Hierzu gehören die Maximierung des Gewinns, die Erhöhung eines Marktanteils oder der Verkauf eines Produkts, zu einem Preis, der oberhalb der Selbstkosten liegt.

Verliert das Unternehmen ein wichtiges Ziel aus dem Blick, gerät die Liquidität ins Wanken. Dies führt z. B. dazu, dass wichtige Investitionen nicht mehr getätigt werden können. Aus diesem Grund gilt es, einen Trade off stets zu vermeiden.

Die Zielharmonie gilt als Gegenteil von einem Trade off. Hier verhalten sich zwei Ziele neutral zueinander. Dies bedeutet, die Erreichung eines Ziels ist nicht davon abhängig, dass auch das andere Unternehmensziel erreicht wird. Im Idealfall ergänzen sich die beiden Ziele. In diesem Fall sind sie den komplementären Zielen eines Unternehmens zuzuordnen.

Die Zielharmonie hat auch Bedeutung für die Volkswirtschaft eines Landes. Hier ist es erstrebenswert, dass alle Ziele des “Magischen Vierecks” erreicht werden. Dies ist aber nicht immer möglich. Sind zwei Ziele gegenläufig, stehen sie in einem Konflikt miteinander. Dann entwickelt sich ein Trade off.

Indifferente Ziele kennzeichnen sich dadurch, dass sie nicht voneinander abhängig sind. Für das Unternehmen wird hierdurch ein positiver Effekt ausgelöst. Es kann mehrere Ziele verfolgen, die ohne Rücksicht auf das jeweils andere Ziel erreicht werden können. Für ein Unternehmen ist es deshalb wichtig, mehr indifferente und komplementäre Ziele festzulegen. Konkurrierende Ziele sollten dagegen vermieden werden.

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