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Urliste

Enthält: Beispiele · Definition · Grafiken · Übungsfragen

Die Urliste ist ein Instrument, das in der Statistik eingesetzt wird. Hier werden die Ausprägungen eines vorgegebenen Merkmals vermerkt. Diese Merkmale stellen eine statistische Einheit dar, die zu einem bestimmten Zweck erhoben werden. Kennzeichnen ist, dass eine Urliste sich von anderen mathematischen Instrumenten, z. B. einer Stichprobe, einer Rangfolge oder einer Häufigkeitsverteilung abgrenzt.

In diesem Artikel stellen wir dir die Urliste vor. Du erfährst hier, was sich dahinter verbirgt und welche Merkmalsausprägungen in einer Urliste erfasst werden. Nachdem wir dir gezeigt haben, welche Rollen die Häufigkeitsverteilung, eine Stichprobe oder die Rangfolge im Zusammenhang mit einer Urliste spielen, schließen wir den Text mit einem Praxisbeispiel ab. Du kannst dein Wissen zur Urliste vertiefen, wenn du nach dem Beitrag einige Übungsfragen beantwortest.

Englisch: original list

Inhalt dieser Lektion

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  • Was solltest du über die Urliste wissen?
  • Welche qualitativen und quantitativen Merkmale werden in der Urliste erfasst?
    • Qualitative Merkmale
    • Quantitative Merkmale
  • Wie grenzt sich die Urliste von anderen mathematischen Instrumenten ab?
    • Stichprobe
    • Rangfolge
    • Häufigkeitsverteilung
    • Beispiel zur Urliste
  • Übungsfragen
  • Ergebnisse

Was solltest du über die Urliste wissen?

Die Urliste kann als Tabelle oder Liste dargestellt werden. Sie ist ein wichtiges mathematisches Instrument, wenn die Merkmalsausprägungen eines Merkmals dokumentiert werden müssen.

Als Ausgangspunkt einer statistischen Erhebung findest du in der Urliste jedoch noch keine abschließende Zusammenfassung der Analyse. Die ermittelten Informationen werden später in eine Häufigkeitstabelle übernommen. Diese ermittelten Daten werden auch als Rohdaten bezeichnet.

Welche qualitativen und quantitativen Merkmale werden in der Urliste erfasst?

Für eine optimale Dokumentation werden die in die Urliste aufgenommenen Informationen in die beiden folgenden Kriterien unterteilt:

  • Qualitative Merkmale
  • Quantitative Merkmale

Qualitative Merkmale

Qualitative Merkmale kennzeichnen sich dadurch, dass die Informationen aus einer statistischen Erhebung (Merkmalsausprägungen) in verschiedene Kategorien unterteilt werden können. Diesen Ausprägungen kann jedoch noch kein mathematischer Wert zugeordnet werden.

Als qualitative Daten werden in einer Urliste z. B. erfasst:

  • Das Geschlecht der zu untersuchenden Personen
  • Die Religionszugehörigkeit
  • Die Parteizugehörigkeit

Quantitative Merkmale

Die quantitativen Merkmale unterscheiden sich von den qualitativen Merkmalen, weil sie metrische Werte annehmen können. Metrische Werte sind numerische Werte, die intervallskaliert sind. Auf die Informationen in einer Urliste übertragen bedeutet dies, dass der Abstand zwischen den erfassten Merkmalen immer gleich ist.

Wie grenzt sich die Urliste von anderen mathematischen Instrumenten ab?

Neben einer Urliste kommen in der Statistik noch weitere mathematische Instrumente zur Anwendung.

Dies sind z. B.:

  • Stichprobe
  • Rangfolge
  • Häufigkeitsverteilung

Stichprobe

Die Stichprobe stellt in der Statistik den Teil einer Grundgesamtheit dar. Hiermit ist es möglich, von einem Teil der Gesamtheit auf die Gesamtheit zu schließen.

Beispiel: Stichprobe
Vor der nächsten Bundestagswahl werden 1.000 Leute zu ihrer Wahlentscheidung befragt. 30 % entscheiden sich für die amtierende Regierungspartei. 50 % würden der Opposition ihre Stimme geben. 20 % wissen noch nicht, wie sie sich entscheiden. Aus dieser Stichprobe wird eine Umfrage für die gesamte Wahl erstellt.

Rangfolge

Die Rangfolge gibt eine bestimmte Reihenfolge vor. In der Statistik wird sie z. B. genutzt, den ermittelten Beobachtungen für eine statistische Erhebung einen Rang zuzuordnen. Als Kriterium dient hier die Größe eines Datensatzes. Werden einzelne Beobachtungen entsprechend des ermittelten Rangs geordnet, spricht man von einer Ordnungsstatistik.

Häufigkeitsverteilung

Die Häufigkeitsverteilung wird in der Statistik für die Wahrscheinlichkeitsverteilung benötigt. Hier gilt es die Zahlen aufzuführen, die bei einer statistischen Erhebung in einer bestimmten Häufigkeit vorkommen.

Für die Häufigkeitsverteilung kannst du eine der folgenden Darstellungsformen wählen:

  • Säulendiagramm
  • Stabdiagramm
  • Kreisdiagramm
  • Empirische Verteilungsfunktion

Beispiel zur Urliste

Beispiel
Ein Schokoladenhersteller nimmt in einer Urliste verschiedene Schokoladensorten auf. Insgesamt wurden in dem Beobachtungszeitraum 100 Schokoladen hergestellt. Der Mitarbeiter erfasst: 20 Nussschokoladen, 35 Vollmilchschokoladen, 15 Zartbitterschokoladen und 30 weiße Schokoladen. Mit dieser Dokumentation wurde die Urliste erstellt.

Soweit möglich, lässt sich aus dieser Urliste eine Rangfolge erstellen. Diese bezieht sich z. B. auf die Verkaufszahlen:

In dem Beobachtungszeitraum ergeben sich die folgenden Merkmalsausprägungen:

  • 25 % der Kunden entschieden sich für die Nussschokolade
  • 10 % der Konsumenten griffen in den Verkaufsregalen zu der Zartbitterschokolade
  • 40 % der Käufer entschieden sich für die weiße Schokolade
  • 25 % der Abnehmer fragten die Vollmilchschokolade nach

Übungsfragen

 

#1. Wo spielt die Urliste eine Rolle?

#2. Welches mathematische Instrument kommt im statistischen Bereich nicht zur Anwendung?

#3. Welche Merkmalsausprägungen werden nicht in einer Urliste aufgenommen?

#4. Welche Aussage zur Urliste ist nicht korrekt?

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