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Repatriierung

Enthält: Beispiele · Definition · Grafiken · Übungsfragen

Der Begriff Repatriierung wird in der Volkswirtschaft verwendet. Er kann mit der Rückführung des Einkommens von in einem anderen Land eingesetzten Produktionsfaktoren in das Land der Faktoreigner gleichgesetzt werden. Kennzeichnend für die Repatriierung ist, dass sie nicht bei allen Produktionsfaktoren angewendet werden kann.

In dieser Lektion lernst du den Begriff “Repatriierung” kennen. Wir erklären dir, was du dir unter Repatriierung vorstellen kannst und bei welchen Faktoren die Rückführung des erzielten Einkommens in das Land der Faktoreigner möglich ist. Du erfährst, wie die Repatriierung in der Praxis aussieht und warum sie bei dem Produktionsfaktor Boden nicht in Betracht kommt. Damit du deine Kenntnisse zum Thema Repatriierung weiter ausbauen kannst, beantwortest du nach dem Text einige Übungsfragen.

Synonym: Rückführung des Einkommens, das mit den Produktionsfaktoren Arbeit und Kapital erzielt wurde

Inhalt dieser Lektion

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  • Was solltest du über die Repatriierung wissen?
  • Bei welchen Produktionsfaktoren ist eine Repatriierung möglich?
    • Arbeit
    • Kapital
    • Menschliches Wissen und technischer Fortschritt
  • Auf welchen Produktionsfaktoren wirkt sich die Repatriierung nicht aus?
  • Übungsfragen
  • Ergebnisse

Was solltest du über die Repatriierung wissen?

Der Begriff Repatriierung kann mehrfach verwendet werden. Hiermit wird beispielsweise die Endphase eines Auslandseinsatzes eingeleitet. Die Rückkehrer, die in einem Land ihren Dienst versehen haben, sollen wieder in die heimische Gesellschaft zurückgeführt werden.

Aus ökonomischer Sicht hat die Repatriierung insbesondere Bedeutung für die Volkswirtschaft. Es geht hierbei darum, dass die im Ausland eingesetzten Produktionsfaktoren wieder in das Land des Faktoreigners zurückgeführt werden. Hier sind zunächst die drei klassischen Produktionsfaktoren zu nennen. Dies sind der Boden, das Kapital und die Arbeit.

Repatriierung: Produktionsfaktoren der VWL
Repatriierung: Produktionsfaktoren der VWL

Neben den drei klassischen Produktionsfaktoren, die dir schon lange in der Volkswirtschaft über den Weg laufen, zählen im Zeitalter der Digitalisierung auch immaterielle Güter zu den Produktionsfaktoren, die ein Unternehmen nutzt, um seine betrieblichen Ziele zu erreichen. Immaterielle Güter, die als Produktionsfaktor genutzt werden, sind das menschliche Wissen und der technische Fortschritt.

Bei welchen Produktionsfaktoren ist eine Repatriierung möglich?

Die Repatriierung im wirtschaftlichen Sinn bezieht sich auf die Rückführung von Produktionsfaktoren. Kennzeichnend ist, dass nicht für alle Produktionsfaktoren für eine Rückführung in das Ursprungsland geeignet sind.

Die Repatriierung erstreckt sich ausschließlich auf die drei folgenden Produktionsfaktoren:

  • Arbeit
  • Kapital
  • Menschliches Wissen und technischer Fortschritt

Arbeit

Der Produktionsfaktor bezieht sich ausschließlich auf die menschliche Arbeit. Hierbei steht die manuelle Beschäftigung ebenso im Fokus wie die geistige Arbeit. Wichtig ist, dass die geleistete Arbeit darauf abzielt, ein Einkommen zu erzielen.

Der Produktionsfaktor Arbeit steht jedoch nicht sein. Ein Unternehmen nutzt ihn in Kombination mit anderen Produktionsfaktoren.

Beispiel: Produktionsfaktor Arbeit
Ein Arbeitnehmer wird an einer Maschine eingesetzt. Damit verbindet das Unternehmen die Produktionsfaktoren Arbeit und Kapital.

Übt ein Arbeitnehmer seine Beschäftigung in einem anderen Land aus, spielt die Repatriierung dann eine Rolle, wenn er z. B. als Grenzgänger das erzielte Einkommen in dem Land des Faktoreigners einsetzt.

Beispiel: Repatriierung des Produktionsfaktors Arbeit
Ein Unternehmen setzt seine Arbeitnehmer für die Dauer von sechs Monaten im Ausland ein, um ein bestimmtes Projekt durchzuführen. Nachdem dieses Projekt beendet ist, kehrt der Arbeitnehmer wieder an seinen Wohnsitz im Inland zurück. Sobald er das erzielte Einkommen ausgibt, wird dieses in das Land des Faktoreigners zurückgeführt. Damit ist die Repatriierung abgeschlossen.

Kapital

Neben dem Produktionsfaktor Arbeit ist das Kapital der zweite Faktor, von dem ein Unternehmen bei der Erreichung seiner Ziele profitiert. Zu beachten ist, dass sich das gesamte Kapital eines Unternehmens aus dem Sachkapital und dem Geldkapital zusammensetzt.

Das Sachkapital wird von den Werkzeugen, den Maschinen und den Immobilien gebildet, die das Unternehmen nutzt. Auch ein betriebseigener Pkw gehört zu dem Sachkapital. Zu dem Geldkapital rechnen neben einem positiven Bankbestand und den Barmitteln auch die Schecks und Wertpapiere des Unternehmens. Bei der Bilanzierung von Sachkapital und Geldkapital musst du das Folgende beachten: Das Sachkapital wird im Sachanlagevermögen ausgewiesen. Das Geldkapital ist Teil des Umlaufvermögens, weil es einem Unternehmen in der Regel nur kurzfristig zur Verfügung steht.

Werden das Sachkapital oder das Geldkapital im Ausland eingesetzt, findet die Rückführung des Einkommens (Repatriierung) in der Form von Dividenden und Zinsen oder einem Mietzins statt.

Menschliches Wissen und technischer Fortschritt

Menschliches Wissen und technischer Fortschritt gelten als Produktionsfaktor der Neuzeit. Beide Faktoren werden insbesondere durch die Digitalisierung vorangetrieben. Ein Unternehmen profitiert davon, dass sich die Mitarbeiter digital fortbilden und keine zusätzliche Zeit aufwenden müssen, wenn sie an einer Fortbildung teilnehmen. Auch die Kosten für die Aneignung von menschlichem Wissen können gedrosselt werden, weil z. B. die Fahrtkosten zum Seminarort entfallen.

Mit dem technischen Fortschritt lassen sich alle Errungenschaften zusammenfassen, die darauf beruhen, dass die Innovationen im technischen Bereich zu einer Verbesserung beitragen. Dies bezieht sich im wirtschaftlichen häufig auf die Optimierung eines Produktionsprozesses durch die Anwendung eines neuen Fertigungsverfahrens. Aber auch in der Kommunikation führen neue technische Möglichkeiten dazu, dass Informationen besser fließen und die Botschaften sinngemäß ankommen.

Werden das menschliche Wissen oder der technische Fortschritt im Ausland eingesetzt, profitiert ein Unternehmen von der Repatriierung, wenn das mit dem Auslandseinsatz erzielte Einkommen an das Unternehmen zurückgeführt wird.

Auf welchen Produktionsfaktoren wirkt sich die Repatriierung nicht aus?

Die Repatriierung hat keinen Einfluss auf den Produktionsfaktor Boden, weil dieser nicht in ein Ursprungsland zurückgeführt werden kann. Hinter dem Produktionsfaktor Boden verbirgt sich jeglicher Grund und Boden, der für wirtschaftliche Zwecke genutzt wird. Hierzu zählen. Wälder, Seen und andere Gewässer ebenso wie Felder und Grundstücke auf den Betriebsbauten errichtet wurden.

Die Repatriierung kann mit dem Produktionsfaktor nicht in Zusammenhang gebracht werden, weil es nicht möglich ist, den Boden zu bewegen. Auch bilanzrechtlich handelt es sich hierbei um ein nicht bewegliches und nicht abnutzbares Wirtschaftsgut, das nicht abgeschrieben wird.

Übungsfragen

 

#1. Für welchen wirtschaftlichen Bereich hat die Repatriierung Relevanz?

#2. Welche immateriellen Güter werden als Produktionsfaktoren genutzt?

#3. Was gilt für den Produktionsfaktor Arbeit?

#4. Auf welchen Produktionsfaktor hat die Repatriierung keinen Einfluss?

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