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Distribution / Distributoren

Enthält: Beispiele · Definition · Grafiken · Übungsfragen

Die Distribution findet sowohl in der Volkswirtschaftslehre als auch in der Betriebswirtschaftslehre Beachtung. In der Volkswirtschaftslehre ist hiermit die Einkommensverteilung in den privaten Haushalten gemeint. In der Betriebswirtschaftslehre werden unter dem Begriff “Distribution” alle Tätigkeiten zusammengefasst, die sich mit der Herstellung eines Produkts, der Vermarktung und dem Transport beschäftigen.

Dieser Text befasst sich mit der Distribution. Du erfährst, was sich dahinter verbirgt und welche Unterschiede sich aus betriebswirtschaftlicher und volkswirtschaftlicher Sicht ergeben. Hier erklären wir dir, was es mit der Distributionslogistik auf sich hat und welche Aufgaben ein Distributor im Unternehmen übernimmt. Nachdem du weißt, welche Vor- und Nachteile mit der Distribution verbunden sind, grenzen wir diese abschließend von einem Vermittlungsgeschäft ab. Um deine Kenntnisse zur Distribution zu erweitern, kannst du nach diesem Beitrag einige Übungsfragen beantworten.

Synonym: Einkommensverteilung (volkswirtschaftlich), Vertrieb (betriebswirtschaftlich)

Inhalt dieser Lektion

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  • Was solltest du über die Distribution wissen?
  • Distribution in BWL und VWL
  • Was steckt hinter der Distributionslogistik?
    • Abwicklung der Aufträge
    • Lagerung der Waren
    • Transport der Produkte
  • Welche Aufgaben fallen einem Distributor zu?
  • Vor- und Nachteile der Distribution
  • Was grenzt die Distribution von einem Vermittlungsgeschäft ab?
  • Übungsfragen
  • Ergebnisse

Was solltest du über die Distribution wissen?

Die Distribution beschreibt alle Prozesse, die sich mit der Planung und der Steuerung einer Produktion beschäftigen. Die Aufgaben eines Distributors beginnen beim Einkauf der Rohstoffe und Materialien. Sie enden, wenn das fertiggestellte Produkt für den Transport an die Händler oder den Endkunden vorbereitet wird.

Damit der gesamte Distributionsprozess einwandfrei ablaufen kann, installiert das Unternehmen eine funktionierende Distributionslogistik. Im Rahmen dieser Distributionslogistik werden die einzelnen Güterbewegungen koordiniert und zielführend umgesetzt. Hierzu ist es z. B. erforderlich, dass der Distributor sich um die Zollabwicklung kümmert.

Die volkswirtschaftliche Sichtweise der Distribution grenzt sich von der betriebswirtschaftlichen Erklärung ab. Hier wird die Distribution im Zusammenhang mit der Einkommensverteilung der privaten Haushalte genannt.

Distribution in BWL und VWL

Die Distribution hat in der Volkswirtschaftslehre eine andere Bedeutung als in der Betriebswirtschaftslehre.

In der Volkswirtschaftslehre geht es bei der Distribution ausschließlich um die Verteilung des Einkommens auf die Haushalte. Dieser Aspekt spielt für den gesamten Wirtschaftskreislauf eine wichtige Rolle. Haben die Haushalte nur ein geringes verfügbares Einkommen, können sie nicht viel konsumieren. Dies wirkt sich nachteilig auf die Produktion der Unternehmen aus.

Betriebswirtschaftlich zählen alle Aufgaben zur Distribution, die im Zusammenhang mit einem Produktentstehungsprozess stehen. Schon der Einkauf der Rohstoffe und Materialien erfordert eine Maßnahme, die der Distribution zuzuordnen ist. Zu den weiteren Aufgaben gehören die Kommissionierung, die Lagerhaltung und der Transport der Waren.

Distrubution: Unterschied in Volks- und Betriebswirtschaft
Distrubution: Unterschied in Volks- und Betriebswirtschaft

Was steckt hinter der Distributionslogistik?

Die Distributionslogistik übernimmt alle Aufgaben, die mit dem Transport der Produkte in einem Zusammenhang stehen.

Hierbei können die drei folgenden Bereiche voneinander abgegrenzt werden:

  • Abwicklung der Aufträge
  • Lagerung der Waren
  • Transport der Produkte

Abwicklung der Aufträge

Bevor das Produkt hergestellt werden kann, müssen die Aufträge abgewickelt werden. Dies betrifft nicht nur den Auftrag mit den Kunden, sondern auch den Bestellvorgang beim Lieferanten. Darauf aufbauend können die Lagerung der Waren und der Transport der Produkte organisiert werden.

Lagerung der Waren

Bei der Lagerung der Waren möchte das Unternehmen möglichst wenig Kosten aufwenden. Deshalb ist es wichtig, einen optimalen Lagerbestand zu definieren und ein Lagersystem zu installieren, das sich als zweckmäßig erweist.

Transport der Produkte

Bei dem Transport der Produkte an die Händler oder den Endkunden kann ein Unternehmen unter mehreren Alternativen wählen. Dabei spielen die Kosten eine wesentliche Rolle. Das Unternehmen muss aber auch im Blick haben, dass der Transport der Waren sich nicht immer mit der billigsten Lösung umsetzen lässt. Wichtig ist hier neben dem Ziel auch die Beschaffenheit der Ware: Stückgut kann anders transportiert werden als z. B. Schüttgut.

Welche Aufgaben fallen einem Distributor zu?

Die Hauptaufgabe des Distributors besteht darin, den Weg eines Produkts von der Herstellung bis zum Transport zu organisieren. Diese Aufgabe zerfällt in mehrere einzelne Tätigkeiten. So sucht der Distributor z. B. die Lieferanten aus, die qualitative Rohstoffe und Materialien zu annehmbaren Preisen liefern können.

Während des Produktionsprozesses ist er für einen reibungslosen Ablauf zuständig. In seinen Bereich fällt z. B. die Aufgabe, den Lagerbestand zu prüfen und die benötigten Rohstoffe rechtzeitig nachzubestellen.

Beispiel
Ein Automobilhersteller hat zur Unterstützung des Vertriebs eine Distribution installiert. Dem Distributor obliegt es, einen reibungslosen Produktionsprozess zu gewährleisten. Daneben unterstützt er aber auch den Absatz, weil er geeignete Marketingmaßnahmen entwickelt. Letztlich sieht der Distributor seine Aufgabe darin, den Transport der fertiggestellten Autos zu den Händlern zu organisieren.

Vor- und Nachteile der Distribution

Mit der Distribution sind für ein Unternehmen die folgenden Vor- und Nachteile verbunden:

Vorteile:

  • Der Distributor entlastet den Vertrieb. Er übernimmt die Aufgaben, die für den Verkauf wesentlich sind. Diese wirken sich auf die Werbekosten und Eden Verkaufspreis aus.
  • Ein Distributor sieht sich für die Kommunikation zwischen dem Unternehmen und dem Endkunden verantwortlich. Dies ist ein nachhaltiger Aspekt, der die Kundenbindung stärkt.
  • Wer einen Distributor beschäftigt, kann auf die Unterstützung von Zwischenhändlern verzichten. Hierdurch lassen sich zusätzliche Kosten einsparen.
Nachteile:

  • Ein Unternehmen, das einen Distributor beschäftigt, muss einen höheren Personalaufwand einkalkulieren.
  • Die Implementierung einer Distributionsabteilung lohnt sich nur, wenn der Kreis der Abnehmer klein ist und individuelle Produkte vertrieben werden.
  • Entscheidet das Unternehmen sich, eine Distribution zu installieren, muss es mit einem höheren organisatorischen Aufwand rechnen.

Was grenzt die Distribution von einem Vermittlungsgeschäft ab?

Die Distribution grenzt sich in einem entscheidenden Punkt von einem Vermittlungsgeschäft ab. Denn der Distributor ist in der Regel ein sozialversicherungspflichtiger Beschäftigter des Unternehmens. Bei einem Vermittler handelt es sich um eine Person, die von dem Unternehmen einen Auftrag erhält. Dieser wird im Namen und auf Rechnung des Unternehmens ausgeführt.

Übungsfragen

 

#1. Welcher Unternehmensbereich ist von der Distribution nicht betroffen?

#2. Welchen Weg geht das Produkt bei einer Redistribution?

#3. Welcher Idealfall sollte bei der Distributionslogistik gegeben sein?

#4. Was ist kein Nachteil der Distribution?

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FAQ zur Distribution

Die Distribution spielt sowohl in der Betriebswirtschaftslehre als auch in der Volkswirtschaftslehre eine Rolle.

In der Volkswirtschaftslehre steht die Distribution für die Einkommensverteilung unter den den privaten Haushalten. Das verfügbare Einkommen entscheidet darüber, was ein Haushalt ausgeben und was nicht. In diesem Zusammenhang spielt die Abgrenzung der funktionalen Distribution von der personellen Einkommensverteilung eine entscheidende Rolle. Bei der funktionalen Einkommensverteilung steht die Verteilung des Einkommens auf die unterschiedlichen Einkommensarten im Fokus. Bei der personellen Einkommensverteilung geht es um die Einkommensverteilung auf die Haushalte.

Die Betriebswirtschaftslehre fasst unter der Distribution mehrere Aufgabenbereiche zusammen. Kennzeichnend ist, dass sämtliche Bereiche eines Unternehmens zur Distribution gehören, die mit der Herstellung der Produkte und deren Vermarktung in einem Zusammenhang stehen. Dabei ist es nicht entscheidend, ob die Waren von dem Unternehmen an einen Händler gelangen oder direkt an den Endkunden verkauft werden.

Die Distributionslogistik – auch als Absatzlogistik oder Vertriebslogistik bekannt – ist verantwortlich dafür, dass die hergestellten Produkte eines Unternehmens an andere Händler oder direkt an den Endkunden verteilt werden.

Das Ziel der Distributionslogistik besteht darin, das richtige Produkt zum passenden Termin an den richtigen Ort zu verbringen. Dabei spielt die Qualität der Ware eine ebenso große Rolle, wie es dem Unternehmen wichtig ist, nicht zu hohe Kosten aufzuwenden.

Redistribution ist das Gegenteil von Distribution. Hierbei gelangt das Produkt – oder ein Teil des Produkts vom Verbraucher zurück an den Händler. Dies ist z. B. der Fall, wenn eine Ware wegen einer mangelhaften Lieferung zurückgenommen wird. Aber auch die Entsorgung oder das Recycling lösen einen Warenweg aus, der in der Betriebswirtschaftslehre der Redistribution zuzuordnen ist.

In einem Franchise-Unternehmen gelten im Hinblick auf die Distribution ein paar Sonderregeln. Dies liegt daran, dass die anfallenden Tätigkeiten in einem kooperativen Absatzsystem erledigt werden.

Ein Franchisesystem besteht aus dem Franchisegeber und dem Franchisenehmer. In diesem Konstrukt fühlt sich der Franchisegeber für den zentralen Einkauf verantwortlich. Aus diesem Grund geht der Franchisegeber eine Alleinbezugsverpflichtung ein. Die anderen Bereiche – insbesondere der Verkauf und die Logistik – werden unter dem Franchisegeber und dem Franchisenehmer aufgeteilt.

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